Neurodermitis
Der Juckreiz, der nachts am schlimmsten ist. Das Kratzen, das man dem Kind nicht verbieten kann. Und die Ratlosigkeit, warum die Haut mal wochenlang ruhig ist und dann wieder aufflammt. Neurodermitis fordert Geduld – und den Blick auf das, was die Schübe immer wieder anstößt.
Symptome
Die Neurodermitis (atopisches Ekzem) zeigt sich durch trockene, gereizte und stark juckende Haut. Typisch sind Ekzeme in den Ellenbeugen und Kniekehlen, am Hals und an den Händen. Die Beschwerden verlaufen meist in Schüben – Phasen mit weitgehend ruhiger Haut wechseln sich mit akuten Schüben ab, die für die Betroffenen sehr belastend sein können.
Ursache
Bei der Neurodermitis kommen mehrere Faktoren zusammen: eine erbliche Veranlagung, eine gestörte Hautbarriere und ein überreagierendes Immunsystem. Als Auslöser für Schübe kommen häufig Allergien und Unverträglichkeiten in Frage – etwa auf Nahrungsmittel, Hausstaubmilben oder Pollen – aber auch Stress, Klimareize und emotionale Belastungen.
Wann zum Arzt?
Nässende, gelb verkrustete Hautstellen oder Fieber können auf eine bakterielle Infektion der Ekzemhaut hinweisen und gehören zeitnah in ärztliche Behandlung. Treten plötzlich dicht stehende Bläschen auf der Ekzemhaut auf, dazu Fieber und deutliches Krankheitsgefühl, ist das ein Notfall (Verdacht auf Eczema herpeticatum) – bitte sofort ärztliche Hilfe holen, besonders bei Babys und kleinen Kindern. Auch sonst gilt: Meine Begleitung erfolgt ergänzend zur hautärztlichen Behandlung, verordnete Salben setzen Sie bitte nie eigenmächtig ab.
Die Basis: konsequente Hautpflege
So unspektakulär es klingt: Die tägliche rückfettende Basispflege ist die Grundlage jeder Neurodermitis-Behandlung – auch in beschwerdefreien Zeiten. Sie stabilisiert die gestörte Hautbarriere und kann Schübe seltener und milder machen. Alles Weitere baut darauf auf.
Neurodermitis bei Kindern
Gerade bei Babys und Kindern tritt Neurodermitis häufig auf, oft beginnend mit Milchschorf und Ekzemen an Wangen und Kopfhaut. Wenn es sich um ein Baby oder Kind handelt, werden die Allergene über eine andere Person, die Mutter oder den Vater, getestet (Surrogattestung), sodass ich die möglichen Auslöser auch bei den Kleinsten finden kann.
Hilfe
In meiner Praxis in München-Schwabing suche ich nach den individuellen Auslösern: Mit einer umfassenden Austestung gehen wir gemeinsam der Frage nach, welche Allergene und Unverträglichkeiten die Haut immer wieder in den Schub treiben. Darauf aufbauend kann die NAET-Behandlung, die Bioresonanztherapie oder die klassische Homöopathie eingesetzt werden. Auch der Darm und die Ernährung spielen bei Neurodermitis eine wichtige Rolle und werden in die Behandlung einbezogen.
Sie oder Ihr Kind leiden unter Neurodermitis und Sie wünschen sich eine ganzheitliche Begleitung? Dann melden Sie sich – ich freue mich auf Ihren Anruf.
Neurodermitis hat selten nur eine Ursache. Deshalb lohnt sich der Blick auf das Ganze: Auslöser finden, das Immunsystem stärken, den Darm aufbauen und die Haut zur Ruhe kommen lassen.