Laktoseintoleranz

Der Milchkaffee am Morgen, ein Stück Käse am Abend – und eine Stunde später der Bauch, der rumort, sich aufbläht und drückt. Viele bringen das lange nicht zusammen und suchen die Ursache überall, nur nicht im Milchzucker. Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann lohnt es sich, der Laktoseintoleranz einmal in Ruhe auf den Grund zu gehen.

Symptome

Blähungen, Bauchschmerzen, Völlegefühl, Übelkeit oder Durchfall nach dem Verzehr von Milch und Milchprodukten – das sind die typischen Anzeichen einer Laktoseintoleranz. Viele Betroffene fühlen sich zudem müde und abgeschlagen, ohne die Beschwerden zunächst dem Milchzucker zuzuordnen.

Ursache

Bei einer Laktoseintoleranz fehlt das Enzym Laktase ganz oder teilweise, das den Milchzucker (Laktose) im Dünndarm aufspaltet. Der unverdaute Milchzucker gelangt in den Dickdarm und wird dort von Bakterien vergoren – so entstehen die Beschwerden. Eine Laktoseintoleranz kann angeboren sein, sich im Laufe des Lebens entwickeln oder vorübergehend nach Darminfekten und bei gestörter Darmflora auftreten. Wichtig ist auch die Abgrenzung zur Milcheiweißallergie, die anders behandelt wird.

Hilfe

Neben dem bewussten Umgang mit laktosehaltigen Lebensmitteln steht in meiner Praxis in München-Schwabing die Frage im Vordergrund, warum der Darm den Milchzucker nicht mehr verträgt. Entscheidend ist dabei die Form: Ist die Unverträglichkeit sekundär entstanden – nach einem Darminfekt oder bei gestörter Darmflora –, bessert sich die Verträglichkeit erfahrungsgemäß oft wieder, wenn der Darm zur Ruhe kommt. Hier setzen eine Darmsanierung und der gezielte Aufbau der Darmflora an. Bei der primären, genetisch bedingten Form bleibt die Laktase dagegen dauerhaft vermindert – hier geht es darum, die verträgliche Menge herauszufinden und mit Laktase-Präparaten zu arbeiten. Ergänzend setze ich die NAET-Behandlung und die Bioresonanztherapie ein.

Klarheit bringt der H2-Atemtest beim Arzt – er zeigt, ob tatsächlich eine Laktoseintoleranz vorliegt. Und wenn Sie dauerhaft auf Milchprodukte verzichten: Achten Sie bitte auf Ihre Calciumversorgung, etwa über calciumreiches Mineralwasser, grünes Gemüse, Nüsse und angereicherte Pflanzendrinks.

Tipp

Achten Sie auf versteckte Laktose: Milchzucker steckt nicht nur in Milchprodukten, sondern auch in vielen Fertiggerichten, Backwaren, Wurstwaren und sogar Medikamenten.

Sie möchten wissen, ob eine Laktoseintoleranz hinter Ihren Verdauungsbeschwerden steckt? Dann melden Sie sich – ich freue mich auf Ihren Anruf.

Ein dauerhafter Verzicht auf Milchprodukte ist nicht immer die einzige Lösung: Ist die Unverträglichkeit nach einem Darminfekt entstanden, lässt sich die Verträglichkeit oft wieder verbessern, wenn der Darm gestärkt wird. Bei der angeborenen Form helfen die richtige Dosis und Laktase-Präparate weiter.

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